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Zentrum für Aquakulturforschung - ZAF

Die stagnierenden Erträge aus der Fischerei und der steigende globale Bedarf an aquatischen Produkten führen weltweit zu einer starken Zunahme an Produkten aus der Aquakultur. Derzeit werden weltweit über 150 Fischarten, etwa 40 verschiedene Schalentiere und mehr als 70 Muschel‐ bzw. Weichtierarten neben zahlreichen Algen und Wasserpflanzen in Aquakulturen erzeugt. Die Aquakultur ist ein weltweit stark wachsender Markt mit einer jährlichen Zuwachsrate von 10%. Die kommerzielle Zucht von Meeresorganismen wird überwiegend in Küstenländern betrieben. Diese marine Aquakultur oder Marikultur konzentriert sich meist auf küstennahe Bereiche oder landgestützte Durchfluss‐ oder Kreislaufanlagen. Dabei wird insbesondere für die landgestützten Systeme versucht, optimale Bedingungen für die gezüchteten Organismen zu schaffen.

Wissenschaftler weltweit beschäftigten sich eingehend mit verschiedenen Fragestellungen, die zu einer Weiterentwicklung der globalen Aquakultur notwendig sind. Hierzu gehören Arbeitsgebiete wie die Technologien zur art‐ und umweltgerechten Produktion in geschlossenen Produktionssystemen. Daneben gewinnt die Integration weiterer Produktionsstufen, welche die anfallenden Reststoffe vorheriger Produktionsstufen für ihr eigenes Wachstum nutzen, zunehmend an Bedeutung. Mit dieser Integrierten multi-trophen Aquakultur (IMTA, engl. Integrated Multi-Trophic Aquaculture) kann zusätzlich nutzbare Biomasse gewonnen werden. Seit Beginn der modernen Aquakulturforschung liegt ein Schwerpunkt auf der Erforschung und Erweiterung neuer Aquakulturkandidaten. Weitere Forschungsinteressen beschäftigen sich mit den Nährstoffbedürfnissen und Nährstoffzusammensetzungen von geeigneten Futtermitteln, welche eine nährstoffeffiziente, nachhaltige, umweltgerechte und ökonomisch sinnvolle Produktion ermöglichen.

Eine Möglichkeit, solche Fragen gezielt untersuchen zu können bietet der Einsatz von Kreislauftechnologie. In Bremerhaven entstand 2011 das Zentrum für Aquakulturforschung, kurz ZAF genannt, nach dem aktuellen Stand des Wissens und der Technologie im Bereich der landbasierten Aquakultur. Anfang März 2011 wurde mit einem feierlichen Festakt das ZAF vom Besitzer, der Seestadt Bremerhaven, an den Betreiber IMARE GmbH übergeben.

Die IMARE GmbH verfolgt das Ziel, in der angewandten Forschung sowohl die technischen Entwicklungsprozesse, als auch die Entwicklung der Rohstoffe, die bei der Aquakultur benötigt werden, zu unterstützen.


 
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