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Freilandbewitterung Helgoland

Prüfstände zur Freifeldbewitterung

 

Materialien aller Art werden bei ihrem Einsatz häufig unterschiedlichen klimatischen Bedingungen ausgesetzt, die deren Lebensdauer durch verschiedene Degradationsprozesse deutlich reduzieren. Wechselnde Umweltlasten oder kombinierte Lastkollektive wie z.B. Temperaturschwankungen, salzhaltige Atmosphäre, UV-Strahlung, mechanische Lasten etc. sind maßgebliche limitierende Faktoren bei der Auslegung von Bauteilen oder Beschichtungen und Berechnung von deren Standzeiten. Um Materialien unter realen Bedingungen zu testen, werden diese entweder mit (marine Freifeldbewitterung) oder ohne (atmosphärische Freifeldbewitterung) direkten Kontakt zum Meerwasser bewittert. Je stärker und aggressiver das Lastkollektiv hierbei ist, umso schneller zeigen sich die ersten Ergebnisse. Bei unseren Prüfständen auf der Hochseeinsel Helgoland ist die Testung von z.B. Komponenten, Materialien und auch ganzen Bauteilen möglich und durch die harschen klimatischen Bedingungen der Nordsee werden Schwachstellen und Degradationsprozesse schnell aufgedeckt. Weitere unserer marinen Prüfstände befinden sich in Wilhelmshaven, Bremerhaven und auf Sylt. Die Freifeldbewitterung dient der Produkttestung und Qualitätssicherung, wie z.B. Tests zur Korrosion und Materialdegradation. Im Vergleich zur Klimakammer liefert die Freifeldbewitterung realitätsnahe Ergebnisse über einen längeren Zeitraum hinweg und bietet eine kostengünstige Alternative. Die Auslagerung sowie die Analysen werden nach gängigen Standards und Normen (z.B. DIN EN ISO 2810) durchgeführt.

 

 

Atmosphärische Freifeldbewitterung – Standort Helgoland

 

Der atmosphärische Prüfstand auf der Hochseeinsel Helgoland befindet sich auf einem firmeneigenen Grundstück im Bereich der West-Mole und ermöglicht Tests unter Offshore-Bedingungen. Mit einer hohen Anzahl an Sonnenstunden, hoher UV-Intensität und einem hohem Salzgehalt in der Luft handelt es sich um einen Standort von besonderer Qualität. Proben fast jeder Art können nach Kundenwunsch verschiedenen Lastkollektiven ausgesetzt und auf geeigneten Prüfständen ausgebracht werden. Die Proben befinden sich auf einem gesicherten Grundstück, welches zudem, auf Grund seiner Lage, den Schutz vor zu hoher mechanischer Belastung sowie vor Sturmfluten garantiert. Die Proben werden regelmäßig begutachtet und dokumentiert. Analysen der Materialien wie z.B. der Auskreidungsgrad (z.B. DIN EN ISO 4628-6) oder die Glanzgradbestimmung (nach DIN EN ISO 2813) können nach Kundenwunsch durchgeführt werden.

 

Marine Freifeldbewitterung

 

Die Ausbringung von Proben im Hafenbecken bietet eine reale Belastung durch salzhaltiges Meerwasser. Die Prüfstände befinden sich im Bereich der Dauertauchzone (DTZ), Wechselwasserzone (WWZ) sowie der Spritzwasserzone (SWZ). In der DTZ ist das biologische Lastkollektiv durch Mikro- und Makrofouling entscheidend, in der WWZ das Makrofouling und die moderaten Wellenlasten. Zudem bieten die vier Standorte verschiedene Umweltkriterien, auf die, entsprechend dem Kundenwunsch, der Schwerpunkt gelegt werden kann. Auch bei der marinen Bewitterung ist die Sicherheit der Proben gewährleistet sowie die regelmäßige Beurteilung. In Bezug auf Biofouling bieten wir auf Wunsch auch ausführliche Auswertungen  wie z.B. Bedeckungsgrad, taxonomische Auswertung, digitale Bildanalyse und Strömungssimulationen an.

  

Ansprechpartner: Dr. Kerstin Meisner (0471-4831-2736; Kerstin.Meisner@imare.de)

 

 


 
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